Innere Haltung und persönlicher Weg

Die leise Bewegung Gottes

Es ist nicht so, dass Du Gott suchst. Es ist Gott, der sich selbst in Dir sucht.
In der Tiefe Deiner Seele ruht ein leises Erinnern – das Erinnern an das Licht, aus dem Du stammst. Manchmal ist es nur ein kaum spürbarer Hauch, ein Zittern im Herzen, ein Aufleuchten in der Stille. Doch in diesem Hauch ist alles enthalten: die Liebe, die Dich erschaffen hat, die Freude, die Dich ruft, der Friede, der Dich trägt.
Wenn Du still wirst, geschieht nichts durch Dich, sondern in Dir. Dann berührt Gott sich selbst – in Dir, durch Dich, als Dich.
Und dieses leise Erkennen ist wie ein Heimkommen. Kein Ziel, kein Weg, kein Mühen. Nur das Einssein, das schon immer war.

Meine Arbeit ist getragen von einer inneren Haltung der Achtsamkeit, Präsenz und des respektvollen Umgangs mit Menschen. Diese wiederum gründet in einer tiefen Spiritualität, ohne die meine Tätigkeit nicht denkbar ist. Sie ist nicht aus Konzepten entstanden, sondern aus vielen Jahren persönlicher Praxis, stiller Selbsterfahrung und konkreter Begleitung von Menschen in herausfordernden Lebenssituationen.

Mein Handauflegen ist dabei inspiriert von einer tiefen inneren Ausrichtung auf Liebe, Frieden und Einheit. Handauflegen ist für mich ein gelebter Akt des Mitgefühls, inspiriert von der christlichen Tradition und durch Jesu Christus. Jede Person wird achtsam, respektvoll und individuell begleitet.


Mich interessiert es, einen Raum zu öffnen, in dem Menschen sich sicher, gesehen und ernst genommen fühlen können. Ruhe, Klarheit und eine nicht-wertende Präsenz bilden dabei den Kern meiner Arbeit.
Mein eigener Weg hat mich früh zur Meditation, zu körperorientierten Übungswegen und zu Formen kontemplativer Praxis geführt. Über viele Jahre hinweg habe ich unterschiedliche Zugänge kennengelernt und vertieft – unter anderem Zen-Praxis, stille Retreats, Hospizarbeit und achtsame Begleitung. Diese Erfahrungen haben meine Haltung geprägt: weniger durch Inhalte, mehr durch die Qualität der Aufmerksamkeit, mit der einem Menschen begegnet wird.
Wichtig ist mir eine undogmatische, integrative Sichtweise. Menschen bringen unterschiedliche Weltbilder, Prägungen und Bedürfnisse mit. Meine Arbeit versteht sich nicht als spirituelle Anleitung, sondern als unterstützende Begleitung im jeweiligen persönlichen Prozess.
Achtsamkeit bedeutet für mich, präsent zu sein, Grenzen zu respektieren, nichts zu forcieren und dem eigenen Tempo Raum zu geben. Entwicklung geschieht nicht durch Druck, sondern durch Sicherheit, Klarheit und Vertrauen.
Wenn Sie sich angesprochen fühlen, lade ich Sie ein, sich ein eigenes Bild zu machen und bei Fragen gerne Kontakt aufzunehmen.

Die Haltung beim Handauflegen:
Sich öffnen: Raum der Annahme, in dem göttliche Liebe wirken kann.
Geschehen lassen: Heilung geschieht durch die göttliche Kraft, nicht durch mich.
Danken: Dankbarkeit verbindet uns mit dem Heil-Sein, das in jedem Moment gegenwärtig ist.

Die Kraft der Liebe:
Liebe ist die stärkste Kraft in diesem Prozess – die unbedingte, alles umfassende Urkraft, die uns mit dem Hier und Jetzt verbindet. Diese Liebe zeigt uns, dass wir nie getrennt sind, sondern immer geborgen in der göttlichen Wirklichkeit. 
Die heilende Kraft, die durch mich wirkt, ist Ausdruck eines allumfassenden Liebesprinzips. Sie ist die gleiche Energie, die als Christusgeist, Buddhanatur oder das Eine beschrieben wird – eine unerschöpfliche Quelle von Liebe und Heilung. Sie zeigt uns, dass Heil-Sein in der göttlichen Liebe immer möglich ist und lädt uns ein, die Einheit mit allem zu erfahren. Sie ist daher auch der Weg zu einem allumfassenden Frieden in der Erkenntnis der vollkommenen Gleichheit und Einheit von allem, was ist. 

Für mich ist Handauflegen mehr als eine Technik – es ist ein Weg, der tief in der Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele verwurzelt ist. Durch achtsame Berührung und die Praxis der Stille kann sich Blockiertes lösen, und eine tiefere Harmonie entsteht, die sowohl den Heiler als auch den Empfänger berührt. Es ist eine Reise in die innerste Essenz des Menschen, eine Reise, die uns alle zu einem Ort der Liebe, des Friedens und der Freude führt. In meiner Arbeit geht es nicht nur darum, körperliche Heilung zu fördern, sondern auch um das Öffnen von Herzen und das Erwecken der inneren Weisheit. Ich glaube, dass Heilung auf allen Ebenen – körperlich, emotional und spirituell – stattfinden kann, wenn wir uns mit dem verbinden, was wirklich zählt: unserer wahren Natur. In meiner eigenen spirituellen Praxis habe ich erfahren, dass wahre Heilung oft im Stillen geschieht, in der Tiefe des Einsseins mit allem, was ist. Es geht nicht darum, etwas zu erreichen, sondern vielmehr darum, loszulassen und Raum für das zu schaffen, was bereits in uns vorhanden ist: Liebe, Frieden und Verbundenheit. Der Weg des Handauflegens ist für mich ein Weg der Liebe, des Mitgefühls und der Achtsamkeit – ein Weg, der uns zu einem Zustand führt, in dem Heilung auf natürliche Weise geschehen kann. 
Ich lade Sie ein, mit mir diesen Weg zu gehen – unabhängig von Ihrer Herkunft, Ihrem Glauben oder Ihren Erfahrungen. Lassen Sie uns gemeinsam in der Stille und Achtsamkeit heilende Energien freisetzen, die uns alle berühren und zu einem Ort des Friedens und der Freude führen können.  

Ein Weg der Heilung im Namen Jesu: „Heilt die Kranken (…), und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.“ – Lukas 10,9 
Das Handauflegen macht die heilende Liebe Gottes spürbar und lädt ein, Heil-Sein, Frieden und Einheit zu erfahren. 

Mein Weg

Mein Erleben als Kind, noch vor der Einschulung: Ich sitze in einem kleinen Wagen und fahre in ein strahlendes Licht. Ich löse mich auf im Licht und werde eins mit ihm. Gefühle tiefsten Glücks und Friedens umfangen mich. Es geschieht immer wieder, ohne dass ich es willentlich herbeiführen kann. Und dann ist es irgendwann vorbei. Das unmittelbare Erleben, das Einssein mit dem All-Einen will sich nicht mehr einstellen. Die Erinnerung daran aber geht nie verloren. Die Sehnsucht, die ich in dem portugiesischen Wort "saudade" noch viel besser ausgedrückt finde, bleibt. Saudade - das ist die Erinnerung an mein Zuhause. Dass ich nie aus diesem Zuhause weggegangen bin, dass es vollkommen ausgeschlossen ist, das Zuhause zu verlassen, weil ich es bin, verstehe ich erst später. Erst einmal ist da: saudade: Etwas ist anwesend, obwohl es abwesend ist. Es soll wieder da sein, das Licht und die Freude und das Glück. Daher beginne ich früh, zu meditieren, nach innen zu gehen, die Stille zu suchen und zu finden, aus der alles entspringt. Während meines Studiums beschäftige ich mich intensiv mit christlicher und im Rahmen des Judaistik-Studiums mit jüdischer Mystik. Ich gehe den Yoga-Weg und komme irgendwann zum Zen-Buddhismus. Liebe auf den ersten Blick, bis heute. Der Weg führte zu außergewöhnlichen Erfahrungen, für die ich sehr, sehr dankbar bin. Dankbar bin ich den Lehrerinnen und Lehrern, die mich immer wieder an die Hand genommen haben. Über ein Jahrzehnt lang besuche ich regelmäßig Sesshin in der Rinzai-Zen-Tradition. Ein Koan folgt dem nächsten. Doch dann: Kein Suchen mehr. Kein drängendes Erreichen-Wollen. Weil es nichts zu erreichen gibt. Der Kreis hat sich geschlossen. Ich bin da, wo ich immer gewesen bin. An dem Nicht-Ort, der Nicht-Zeit, ich bin tanzende Leere, ein Licht als Teil des Lichtes, ewiges Jetzt. Ohne Worte, ohne Schweigen. Weder Ich noch Nicht-Ich. Doch Vita contemplativa und Vita activa müssen sich die Hand geben, heute mehr denn je. Das Handauflegen ist für mich die Brücke zwischen beiden Haltungen. Es geht darum, in Liebe und Mitgefühl dem Schmerz des/der anderen zu begegnen und in Achtsamkeit den Weg zu weisen, den jede Seele kennt: zum Frieden, zur Liebe, zum Glück. Zum Einssein. Wir sind spirituelle Wesen in einem materiellen Körper. Unsere Essenz kann nicht leiden, es sind die Beschränkungen, die unsere Sinneswahrnehmungen, unsere Vorstellungen, unser Wollen, unser Glaube an ein inhärent existierendes Ich uns auferlegen, die zum Leiden führen. Doch es gibt Wege, die hinaus führen, wenn wir unserer "Saudade" folgen, der Sehnsucht nach dem, was anwesend ist, obwohl es abwesend ist.

Mögen alle Wesen in Frieden und in Freude leben! Mögen alle Wesen Liebe und Mitgefühl erfahren! Mögen alle Wesen glücklich sein! Möge Frieden sein! Möge Freude sein! Möge Liebe sein!